Gedichtesammlung

Eine alte Liebe

Ein Nagel sass auf einem Stueck Holz.
Der war auf seine Gattin sehr Stolz.

Die trug eine Haube
und war eine Messingschraube.

Sie war etwas locker
und etwas verschraubt,

sowohl in der Liebe,
als auch ueberhaupt.

Sie liebte ein Haeckchen
und traf sich mit ihm.

In einem Astloch,
Sie wurden intim.

Kurz eines Tages entfernten sie sich
und liessen den armen Nagel im Stich.

Der arme Nagel
bog sich vor Schmerzen.

Noch niemals hatte sein eisernes Herz
so bittere Leiden gekostet.

Bald war er beinah verrostet,
da kehrte aber sein fruehes Glueck,
die alte Schraube wieder zurueck.

Sie glaenzte uebers ganze Gesicht.
Ja, alte Liebe, die rostet nicht!

Verfasser unbekannt

Jetzt sitze ich hier und schreibe meine Gedanken nieder,
fuehle mich schlecht und voellig zuwider.

Das Gefuehl kann ich nicht so richtig beschreiben,
ich weiss nur, es wird mich in den Wahnsinn treiben.

Da bekommt man mal das Glueck zu fassen
und im selben Augenblick faengt man an es zu hassen.

Warum ist nur alles so kompliziert,
wer daran scheitert, der verliert.

Man verliert etwas, was einem eigentlich gar nicht gehoert,
oh Mann, ist diese Welt gestoert.

Koennte ich nur diese Gedanken abstellen,
sie rasen auf mich zu wie grosse Wellen.

Da heraus gibt es kein entrinnen,
die Frage ist nur, welche Seite wird gewinnen?

Jeder hat doch eigentlich die Wahl,
warum wird das fuer mich so zur Qual?

Habe ich schon eine Entscheidung getroffen,
oder sind noch ungeklaerte Fragen offen?

Manchmal wuensche ich mir, ich waere noch ein Kind,
das unvoreingenommen Vertrauen gewinnt.

Kinder haben den Vorteil einfach nur zu leben,
kein Konkurrenzdenken, kein krankes 'Nachobenstreben'.

Trotzallem bin ich noch keinen Schritt weiter,
ich glaube das wird noch richtig heiter.

Tief im Inneren kann ich es genau sehen,
klare Gedanken die wieder vergehen.

Was ist nur geschehen,
ich habe das Gefuehl einen Fehler zu begehen.

Dabei ist doch fast gar nichts passiert,
warum dann das Gefuehl das man was verliert?

Jetzt lehne ich mich zurueck, verlasse meine Gedanken,
Stueck fuer Stueck.

Richte meinen Blick auf die Realitaet,
hoffentlich ist es dafuer nicht schon zu spaet.

© Maja Re.

Gefuehlsstuerme

An einem sonnigen Morgen wachte ich auf
und stellte fest, du warst nicht mehr da.

Am Tag darauf warst Du immer noch nicht da
und der Morgen war bewoelkt.

Der naechste Tag begann mit einem Hagelregen.

Jetzt, nach mehreren Monaten
scheint wieder die Sonne,
aber durch mein Herz ziehen
immer noch kleine Gewitterwolken.

© Maja Re.

Vergangenheit

Wer seine Vergangenheit verdraengt,
verleugnet somit sein bisheriges Leben.

Nur wer mit seiner Vergangenheit umzugehen weiss,
weiss was Leben wirklich heisst.

© Maja Re.

Freunde

Zwei Freunde gingen auf die Reise
um das grosse Glueck zu finden.

Sie sahen das Elend in den Seitenstrassen der Staedte
und das Leid in den vermeindlich intakten Familien.

Schliesslich gaben sie den Traum vom grossen Glueck auf
und kehrten nach Hause zurueck.

Das sie das Glueck schon besassen wussten sie nicht.

Sie hatten das Glueck wahre Freunde zu sein.

© Maja Re.

Menschen

Der Tag neigt sich dem Ende zu,
viele Menschen gehen zur Ruh.

Doch was ist mit den Menschen,
die ihre Sorgen mit in den naechsten Tag tragen?

Sie werden sich einen Menschen wuenschen,
der ihnen einen Teil der Sorgen abnimmt,
indem er ihnen einfach nur zuhoert.

Spaetestens dann werden sie zu den Menschen gehoeren,
die, wenn der Tag sich zum Ende neigt, zur Ruhe gehen.

© Maja Re.

Ich wuensche Dir

Ich gruesse Dich recht herzlich
Mit einer immensen Kraft
Wer erahnt es denn zu wissen
Was man so wirklich schafft

Ich fuehre Dich in ein Land
Wo Traeume Wirklichkeit sind
Genießen in der Freiheit
Erquickend in den Wind

Ich fuehre Dich in ein Land
Wo Traeume Wirklichkeit sind
Genießen in der Freiheit
Erquickend in den Wind

Ich reiche Dir meine Hand
Will Dich ziehen aus diesem Morast
Schmerzen werden vergessen
Hinweg mit dieser Last

Ich schenke Dir ein Laecheln
Wie ich es einst bei Dir sah
In diesen wenigen Sekunden
Waren wir uns sehr nah

Ich ueberlasse Dir mein Gefuehl
Das Wertvollste was ich je besaß
Nur Auserwaehlte es bekamen
So daß Niemand es vergaß

Ich zeige Dir eine Rose
Mit zaertlich anmutenden Duft
Aromen dringen Dir in jede Pore
So erfuellt,war selten die Luft

Ich schenke Dir ein bischen Mut
Optimismus sollen Deine Freunde sein
Freudestrahlend gehst Du Deinen Weg
Und bist nie mehr allein

Ich gebe Dir ein Kleeblatt
Glueck soll Dein Wegbegleiter sein
Mit Gesundheit und Wohlbefinden
Laesst Du die Liebe herein

Ich wuensche Dir eine ruhige Oase
Ein Blumenmeer,als ein bequemes Nest
Wohlfuehlen sollst Du Dich darin
Damit die Seele den Koerper gesunden laesst

wurde eingesandt von Juergen Berus

Gefangen im Windhauch der Liebe

Meine Feder gleitet herab im Fluge
Im sanften Hauch vom Wind entfuehrt
fliegt sie hin im eleganten Bogen
Wird jedoch von Dir ganz zart beruehrt

Verzaubert schaue ich in die Flamme
Entstehende Schatten durch Kerzenschein
Bizarre Muster an den Waenden
Liessen etwas Geheimnisvolles rein

Es weht ein Klang von Dir,so sanft
Melodisch schwingt es herueber zu mir
Beglueckt schaue ich Deine Augen
Ich war ganz nah bei Dir

Bluetenzauber liegt ueber Deinem Koerper
Versonnen schwelge ich in diesem Duft
Dieses Odeur verzaubert meine Sinne
Erotischer Zauber liegt in der Luft

Und die Realitaet entschwindet vor meinem Geiste
So beglueckend ich es empfand
Verzueckend durch meine Sinne
Die Welt um mich versank

Oh wahrlich kleine Zartheit,Du
Was ich fuer Dich von ganzem Herzen
Empfand in manch so dunkler Nacht
Das wird nie ein Wort beschreiben koennen
Gezogen in diesem Sog einer unbeschreiblichen Macht

Und es ist so schoen
Dich in meinem Herzen zu behalten
Emotionen zu erleben
Ohne Dein kostbares Leben zu verwalten

wurde Eingesandt und verfasst von Juergen Berus

Erinnerung

Aus den Mauern tropft die Einsamkeit,
die Sehnsucht nimmt Dir den Atem,
und die Trauer lässt Dich vergessen zu leben.
Wenn diese drei Tiere Deine Seele zerfleischt
haben, kommt die Erinnerung und frisst den Rest.

Eingesandt von Charly

Fehlendes Licht

Viel zu lange schon
bin ich eingesperrt.
Gefangen von einer Mauer
aus Dunkelheit,
gebaut aus Steinen meiner Angst,
meiner Traurigkeit...

Vergeblich suche ich
nach einem Ausweg,
der mich zurückführt
in die Welt der Hoffnung,
der Lichtblicke...

Wie soll ich kämpfen?
meine Kraft lässt mich im Stich

Mein Herz
zerfressen von Schmerz,
hat den Kampf aufgegeben.

Doch ein kleiner Teil in mir
will sich nicht ergeben,
er versucht sich zu wehren,
stellt sich mutig
der Mauer entgegen.
er schreit, schlägt...

doch er ist zu schwach,
ihm fehlt das Licht,
das ihm neue Kraft schenkt.

Eingesandt von Conny W.